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Hyle FotoHyle

Autor: Eric Solomon
für 2 SpielerInnen ab etwa 10 Jahren

Kartongröße: 25,5 x 18,5 x 5,5 cm

Spielzubehör: Spielplan aus Kunstleder, 25 Spielsteine aus Holz in 5 verschiedenen Farben, Stoffbeutel, Spielregel


Hintergrund

HYLE (sprich hüle) ist eigentlich das griechische Wort für Holz oder auch Wald. Der große griechische Philosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.), der die berühmte Schule von Athen gründete und auch der Lehrer von Alexander dem Großen war, gebrauchte den Begriff allgemeiner als Stoff oder Materie.

Er verstand unter HYLE den noch nicht zu realen Dingen geformten "Urstoff", der als bloße, noch nicht verwirklichte "Möglichkeit" als einzige Eigenschaft die Formbarkeit besitzt.

Das mag etwas "abgehoben" klingen (und tatsächlich stammt diese Definition ja auch aus einem philosophischen Wörterbuch), aber es beschreibt doch recht gut, um was es in dem Spiel HYLE geht. Hierbei bilden 25 farbige Holzspielsteine den "Urstoff", aus dem die Spieler auf dem Spielplan geordnete Strukturen, regelmäßige Farbmuster, "formen".

Diese Ausgabe von HYLE ist die deutsche Ausgabe des in England populären Spiels ENTROPY (auch bekannt als VICE VERSA).

Das Spiel

In HYLE übernehmen die beiden Spieler verschiedenartige Rollen. Der eine will ein möglichst bunt gemischtes "Chaos" der Steine auf dem Spielfeld anrichten. Der andere ist an "Mustern", d.h. symmetrischen Anordnungen der Spielsteine innerhalb jeder Felderzeile und -spalte interessiert. Nur dieser Spieler erhält am Schluß der Partie Punkte, und deshalb besteht auch jedes Spiel HYLE aus zwei Partien, sodaß jeder einmal "Mustermacher" und einmal "Chaosmacher" ist.

Ein "Muster" besteht bei HYLE aus einer waagerechten oder senkrechten Reihe von 2, 3, 4, oder 5 nebeneinanderstehenden Spielsteinen, die "vorwärts und rückwärts gelesen" in derselben Farbordnung liegen.

Zu Spielbeginn füllt der "Chaosmacher" alle Spielsteine in den Stoffbeutel und zieht anschließend einen wieder heraus und plaziert ihn auf einem freien Feld des Spielplans. Der "Mustermacher" darf nun einen beliebigen Spielstein verschieben. In diesem Rhythmus wird weitergespielt, bis alle Spielsteine plaziert sind und das Spielfeld voll ist.
Nun erfolgt die Wertung der entstandenen Muster und die Punktsumme wird für den "Mustermacher" notiert.

Anschließend wird eine zweite Partie mit vertauschten Rollen gespielt. Welcher Spieler die höhere Punktzahl erreichen konnte, gewinnt das Spiel.

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